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Winterthur: 100 Teilnehmer am Antifeminismus-Treffen


Inland

25.06.11 | Veröffentlicht um 18:56


Winterthur: 100 Teilnehmer am Antifeminismus-Treffen

Winterthur. Rund 100 Männer haben am zweiten internationalen Antifeminismus-Treffen in Winterthur teilgenommen. Organisiert wurde die Tagung von der IG Antifeminismus und dem Verein der "Antifeministen". Deren Ziel ist die es, die feministische Ideologie aus Politik und Öffentlichkeit zu beseitigen. Am Anlass gab es unter anderem ein Referat des Dachverbandes der Schweizer Väterorganisationen zum Thema "Männerpolitik statt Antifeminismus".

AGENTURMELDUNG:
Winterthur (sda) Rund 100 Männer haben am Samstag am zweiten
internationalen Antifeminismus-Treffen in Winterthur teilgenommen.
Organisiert wurde die Tagung von der IG Antifeminismus (IGAF) und
dem Verein «Antifeministen». Deren Ziel ist die «Beseitigung der
feministischen Ideologie aus Politik und Öffentlichkeit».

In Plakaten war dem Treffen der Kampf angesagt worden. Am Samstag
gab es jedoch nach Auskunft der Winterthurer Stadtpolizei am
Tagungsort, einem Hotel im Winterthurer Quartier Töss, keine
Störmanöver. Einzig einige Restaurant-Besucher hätten mit ein paar
A4-Plakaten protestiert, hiess es bei den Organisatoren.

Bei den Referentinnen und Referenten handelte es nicht nur um
Antifeministen. So wandte sich beispielsweise mit Markus Theunert
ein expliziter Kritiker der IGAF ans Publikum. Der Präsident des
Dachverbandes der Schweizer Männer- und Väterorganisationen
provozierte mit seinem Referat «Männerpolitik statt Antifeminismus».

Die Mehrzahl der Rednerinnen und Redner kamen aus dem
deutschsprachigen Ausland. So sprach beispielsweise die
Familientherapeutin Monika Ebeling über ihre Erfahrungen als
Gleichstellungsbeauftrage der deutschen Stadt Goslar. Die SPD-Frau
war von ihrem Amt abberufen worden, weil sie sich angeblich zu stark
für die Männerrechte eingesetzt hatte.

Mit Manipulationsversuchen durch die Sprache befasste sich der
Berliner Schriftsteller Bernhard Lassahn. Der Frankfurter Publizist
Michail Savvakis sieht den Feminismus als «Ausdruck
spätabendländischer Selbstentfremdung».

Gerhard Amendt aus Wien, der Gründer des Instituts für
Geschlechter- und Generationenforschung der Universität Bremen,
sprach darüber, dass der Feminismus den Mann als Feindbild braucht.

Die IGAF plant die Teilnahme an den Nationalratswahlen im Kanton
Zürich, wie Urs Bleiker, Präsident des Vereins Antifeministen,
sagte. Das dritte Antifeminismus-Treffen soll im Herbst nächsten
Jahres in Deutschland stattfinden.

Geheimer Ort für 1. Treffen

Im letzten Herbst hatten die Organisatoren des ersten
Antifeminismus-Treffens Schwierigkeiten, einen Tagungsort zu finden.
Lokale in der Stadt Zürich und in Uitikon ZH zogen ihre Zusagen
wieder zurück, nachdem Linksaktivisten Farbanschläge begangen und
Demonstrationen gegen das Treffen angekündigt hatten.

Schliesslich gelang es doch, einen Ort zu finden. Dieser wurde
aber den Teilnehmenden erst im letzten Moment bekannt gegeben.

Der Gründer der Interessengemeinschaft Antifeminismus (IGAF),
René Kuhn, hatte wegen seinen frauenfeindlichen Äusserungen in der
Öffentlichkeit alle seine politischen Ämter verloren.

Die SVP der Stadt Luzern schloss im letzten Dezember ihren
ehemaligen Präsidenten aus der Partei aus. Kuhn politisierte für die
SVP im Stadtparlament und gehörte auch der Geschäftsleitung der SVP
des Kantons Luzern und dem Zentralvorstand der SVP Schweiz an.



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